Wieder neue Görlitzer Sehenswürdigkeiten
16. Oktober 2007 | 2 Kommentare
Die Görlitzer Peterstraße haben wir nun komplett mit den Häusern 3, 4, 6, 7, 8 und 14. Die Objekte An der Peterskirche 5a und 9 sowie die Görlitzer Peterskirche (Sankt Peter und Paul) mit der Sonnenorgel haben auch ihre eigene Seite. Ebenfalls neu ist das Görlitzer Waidhaus und die Häuser der Nikolaistraße 3, 11 und 14. Damit haben wir 73 der bedeutendsten Görlitzer Sehenswürdigkeiten erfasst.
geschrieben von admin am Dienstag, 16. Oktober 2007
Kategorie: Allgemein
Tags: altstadt, baudenkmal, nikolaistraße, peterskirche, peterstrasse, waidhaus
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2 Kommentare
2. Michael
Hallo Roman, danke für Dein Kommentar.
“Dabei ist mir aufgefallen, dass nicht alle Einträge sind hundertprozentig auf dem aktuellen Stand der Bauforschung sind.”
Es ist für einen Nicht-Bauforscher natürlich nicht einfach, immer auf dem letzten Stand der Dinge zu sein. Viele neuere Erkenntnisse sind nicht unbedingt für jedermann zugänglich bzw. werden nicht entsprechend öffentlich pubilziert.
Unser Anliegen ist es hier, auf die Schönheit der Stadt Görlitz aufmerksam zu machen. Ich hoffe, du verzeihst die kleinen Mängel.
Viele Grüße nach Leipig!



1. Roman Grabolle
Kommentar vom 3. Mai 2008 um 13:20
Liebes Team von Unser Görlitz,
gerne hätte ich das folgende als private eMail geschickt, aber ich fand leider keine Adresse. Sie können den Hinweis auch später wieder löschen.
In dem Forum Tempus vivit!, das sich mit dem Mittelalter im allgemeinen und dessen Darstellung in Form der sogenannten lebendigen Geschichte im besonderen beschäftigt, kam vor einiger Zeit die Frage auf, ob und wo noch Gebäude aus der Zeit des (Hoch)-Mittelalters zu besichtigen sind. Im Zuge der Diskussion wurde unter anderem auch die schöne Zusammenstellung der Görlitzer Baudenkmale verlinkt:
Alte Gebäude zu besichtigen?
http://www.tempus-vivit.de/taverne/thema/3486
Ich hatte anschliessend kurz auf die Umdatierung der Görlitzer Mikwe hingewiesen und denke, es wäre fair, Ihnen bzw. Herrn Vater dies auch gleich zukommen zu lassen. Vielleicht kann es ja auf der Website korrigiert werden.
Ich kenne Görlitz recht gut, weil ich dort Verwandte habe. Daher hab ich mich natürlich besonders gefreut und mich mal etwas länger auf den Seiten umgesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass nicht alle Einträge sind hundertprozentig auf dem aktuellen Stand der Bauforschung sind. Das tut der schönen Website nicht wirklich einen Abbruch, sondern erinnert nur daran, dass man auch solche Angaben im Internet immer noch mal überprüfen sollte.
Seit einigen Jahren interessiere ich mich sehr für jüdische Kultur im Mittelalter und der Neuzeit im archäologischen und bauhistorischen Befund. Vor etwa 13 oder 14 Jahren habe ich mir deshalb im Rahmen einer Führung am Tag des offenen Denkmals auch die Mikwe, das jüdische Bad in der Nikolaistraße 5, angeschaut. Damals ist uns von dem Führer auch erzählt worden, dass die Mikwe noch aus dem Mittelalter stammt. So steht es auch auf der Website:
http://www.unser-goerlitz.de/baudenkmale/juedisches-bad
Vor kurzem hat jedoch Prof. Dr. Ole Harck, einer der besten Kenner jüdischer Sachkultur des Mittelalters und der Neuzeit in Europa, zeigen können, dass die Görlitzer Mikwe wesentlich jünger ist und im Zusammenhang mit der Rückkehr der Juden nach Görlitz in der Mitte des 19. Jahrhunderts steht:
Ole Harck, Eine mittelalterliche Mikwe in Görlitz? Görlitzer Magazin. Beiträge zu Geschichte und Gegenwart der Stadt Görlitz und ihrer Umgebung 19, 2006, 65-75.
http://www.verlag-oettel.de/publikationen_solo.php?id=62
Aber dass kann schon mal untergehen, v.a. wenn es an vielen Stellen noch anders zu lesen ist oder erklärt wird. Und wie gesagt, die Website ist insgesamt sehr hilfreich.
Und da wir gerade bei Görlitz sind, nutze ich gleich noch die Chance, auf die Dissertation einer Kollegin, die vier Zimmer weiter forscht, hinzuweisen:
Maritta Iseler: Bauwesen und Architektur der Stadt Görlitz in der Frühen Neuzeit.
Renaissanceformen in der Oberlausitz zwischen 1525 und 1550
http://www.bkge.de/arbeitskreis/…/TextMarittaIselerBedl…
Viele Grüße aus Leipzig
Roman Grabolle