Porzellanhandmalerei Heidi Klinger
Blüten ranken an bauchigen Kannen empor, auf einer schlanken Vase tummeln sich Vögel im dichten Geäst. Da kriecht allerlei Getier über die weiß glänzenden Deckel zierlicher Dosen, prachtvolle Schmetterlinge erheben sich in die Lüfte und zwischen filigranen Goldkanten entstehen kleine Welten, die einen ganz eigenen Zauber verbreiten.
Die Kunst des handbemalten Porzellans hat Tradition. Seitdem Johann Friedrich Böttger im Jahre 1709 das hochwertige „weiße Gold“ erstmals aus heimischen Rohstoffen herstellte, entwickelten sich die Fertigung und die aufwendige Gestaltung zu einem angesehenen Kunsthandwerk. Vor allem die prachtvollen Porzellane der Meissner Manufaktur haben im Zeichen der blauen Schwerter seither einen unvergleichlichen Siegeszug um die Welt angetreten.
Heidemarie Klingers Arbeit steht ganz im Zeichen dieser bedeutenden Tradition. Von 1970 bis 1974 erlernte sie die Porzellanhandmalerei in der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen, um dann dort bis 1985 im Bereich der Indisch-Malerei tätig zu sein.

Seit 1985 selbständig, arbeitet Heidemarie Klinger in ihrer eigenen Werkstatt inmitten der historischen Görlitzer Altstadt. Das barocke Wohnhaus, in dessen Erdgeschoß und Kellerräumen sich die Arbeitswelt der Porzellanhandmalerin befindet, hat Familie Klinger mit enormem Aufwand selbst rekonstruiert.

Wer die Räume auf der Neißstraße 18 betritt, taucht ein in die Welt phantasievoller Schöpfungen und virtuosen Handwerks. Heidemarie Klinger dekoriert mit hoher kunsthandwerklicher Fertigkeit Gebrauchs- ebenso wie Zierporzellane. In den Vitrinen und Regalen finden sich festlich anmutende Tee- und Kaffegeschirre neben Kerzenleuchtern, Vasen und vielseitig nutzbaren Gefäßen. Dabei fühlt sich die Meisterin nicht ausschließlich den traditionellen Meissner Motiven verpflichtet. Sie entwickelt selbst neue Dekore und hat auch für die ganz individuellen Wünsche ihrer Kunden jederzeit ein offenes Ohr.

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- Porzellanhandmalerei Heidi Klinger
- 02826 Görlitz
- Neißstraße 18
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