Waidhaus

  • Autor: Frank Vater
  • letztes Update: 15. Oktober 2007

Kurzinfo

Das Görlitzer Waidhaus

Blick auf das Waidhaus Bereits seit der 1. Hälfte des 12.Jahrhundert wurde das Görlitzer Waidhaus in den Stadtbüchern als „freier Hof“ erwähnt. Es war eine der Keimzellen der Görlitzer Stadtentwicklung. Das Waidhaus gehörte damals zur Burg des Landesherren, dem Vogtshof. Bis 1426 besaß das Gebäude den alten Ratsrechnungen nach noch einen geräumigen Turm (Eberhards Turm). 1479 brannte das von 1447-1530 als Schule genutzte Waidhaus ab. Zu dieser Zeit wurde auch die heute am Giebel lesbare Inschrift: „Nil actum creades, cum quid restabit agendum 1479“ angebracht.
Nach 1529 diente das Gebäude als Stapelhaus für das Tuchfärbemittel Waid. Zu diesem Zweck wurde es umgebaut und erhöht.
1908 kamen bei Baumaßnahmen im Waidhaus 50 Steinmetzzeichen zum Vorschein, die auf das 15.Jahrhundert, das Jahrhundert des Baus der Kirche, datiert wurden.
Die Giebel wurden 1936 entsprechend einem alten Holzschnitt aus dem Jahr 1565 errichtet und die Zwerchhäuser auf der gleichen Grundlage und nach den erhobenen Befunden während der Sanierung 1993/94 wiederhergestellt.
Heute befindet sich im Waidhaus das Görlitzer Fortbildungszentrums für Handwerk und Denkmalpflege e.V..

Waidhaus
Ansicht Waidhaus
Inschrift am Waidhaus
Inschrift am Giebel

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