Görlitz, Untermarkt 23
Das Gebäude neben dem Flüsterbogen mit dem mehrgeschossigen Volutengiebel trägt die Nummer 23 und geht in seiner heutigen Erscheinung auf das Jahr 1536 zurück.
Das Portal wurde erst bei den Sanierungsarbeiten im Jahr 2000 endgültig freigelegt und ergänzt. Hier finden sich viele der in der Görlitzer Renaissance typischen Gestaltungsmerkmale, wie z.B. die Medaillons in den Spiegeln der Gewände und in den Zwickeln und das ursprünglich aus der Gotik stammende Motiv der Kreuzblume (in diesem Beispiel geometrisch und verhältnismäßig flach als Rosettenstand, im Gegensatz zum gotischen Vorgänger am Portal des Nachbarhauses – (Flüsterbogen). Ursprünglich trugen alle Häuser des Untermarktes solche oder ähnliche Giebel. Erhalten ist er leider nur an wenigen.
Im Inneren des Hauses wurde im Zuge der Sanierungsarbeiten die Haushalle, die im Laufe des 19. Jh. durch eingezogene Decken und Wände verbaut worden war, wieder frei gelegt. Die neu errichtete Treppenanlage verbindet in der Art der historischen Vorbilder alle von der Halle abzweigenden Wohnungszugänge miteinander.

- Portal und Maskenkonsole
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