Görlitz, Peterstraße 8
Chronologisch geordnet gehört das Gebäude Peterstraße 8 an die zweite Stelle der Görlitzer Renaissancebauten.
Es wurde 1528 (2 Jahre nach dem Schönhof) unter Wendel Roßkopf d.Ä. für den Bürgermeister und Kaufmann F. Schneider errichtet.
Die Fenster mit ihren kannelierten Pilastern und entsprechenden Kapitellen, horizontalen Gesimsen und einer verkröpften Faszie folgen dem Roßkopf´schen Formenrepertoire. Auch das Portal trägt alle Elemente der Görlitzer Frührenaissance.
Im Inneren, obwohl zeitgleich errichtet, finden sich bemerkenswerte gotische Details. Insgesamt folgt das Haus noch dem gotischen Grundrissprinzip des Görlitzer Hallenhauses. Interessant ist das Gewölbe der Haushalle, welches als Schlingrippengewölbe ausgeführt ist und in Konstruktion und Gestaltung dem Gewölbe des Wladislawsaales auf dem Prager Hradschin folgt. Wendel Roßkopf hat genau dort sein Handwerk erlernt.
Von der Haushalle erreicht man den obligaten Renaissancesaal (Zunftsaal), der noch heute mit einer Holzbalkendecke der Bauzeit ausgestattet ist. Eine weitere bemalte Decke befindet sich im Erdgeschoss, im Raum der Rezeption des Hauses.

- Portal – Haushalle
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