Peterstraße 16

  • Autor: Frank Vater
  • letztes Update: 12. Oktober 2007

Kurzinfo

Görlitz, Peterstraße 16

Fassade Peterstrasse 16 Das Gebäude Görlitz Peterstraße 16 ist das größte Hallenhaus der Stadt. Die vergleichsweise schlichte barocke Fassade verbirgt eine baugeschichtliche Zeitreise im Inneren des Hauses.
Bereits in der erdgeschossigen Halle wählen Sie im hauseigenen Restaurant Ihren Platz zwischen Romanik, Gotik oder Barock. Hier sind, deutlich ablesbar, mehrere Bauepochen und Hausachsen erhalten und werden nun geschickt als ein gemeinsamer Gastraum präsentiert.
Die Zeitreise beginnt unter einem romanischen Gewölbe, welches zum Teil Bestandteil eines der ältesten, noch erhaltenen mittelalterlichen Gebäude der Stadt Görlitz ist.
Die Türöffnung in der Schildwand des Gebäudes deutet auf eine ursprüngliche Zweigeschossigkeit hin. Vermutlich gehörte dieser Hausteil zu den ältesten Görlitzer Freihöfen, so weit sie noch heute nachvollziehbar sind.
Das benachbarte Springrippengewölbe ist auf die Zeit um 1450 datiert, entstand also in der Blütezeit der Stadt Görlitz. Die Wölbung der südlichen Teile des heutigen Gastraumes wurde vermutlich erst nach dem Stadtbrand 1717, also im Barock, ausgeführt.
Aus der gleichen Zeit stammt auch die Zentralhalle, übrigens die größte der Stadt, wie man Sie heute erleben kann. Eine vermutlich bereits vorher existierende, aber durch einen Brand zerstörte Haushalle wurde dabei überbaut und vergrößert.

Gastraum Peterstrasse 16 Zusätzliche Gasträume für ganz besondere Gelegenheiten befinden sich auf dem Niveau des 1. und 2. Obergeschosses im Renaissancesaal und in der Gloriakapelle, der gotischen Hauskapelle des Hauses.
Des Weiteren wurden bei den Sanierungsarbeiten in den Obergeschossen verschiedene barocke Stuck- und bemalte Holzbalkendecken entdeckt und wiederhergestellt.

Gastraum Erdgeschoss Peterstrasse 16
Gastraum im Erdgeschoss
Blick ins Innere
Gewölbe der Haushalle
Details Peterstraße 16
Details Peterstraße 16

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