Görlitz, Peterstraße 14
Auch das äußerlich schlichte Haus Görlitz, Peterstraße 14 verbirgt seine besonderen Werte im Inneren. Dieses Gebäude war im Laufe seiner Geschichte häufig von Bränden (1525, 1535, 1691,1717) betroffen und wurde daraufhin immer wieder verändert.
So findet man im Inneren des Hauses Bauteile aus verschiedenen Epochen. Das Gebäude basiert auf einem spätgotischen Kernbau mit zentraler Halle (15.Jahrhundert), welche Spuren von Umbauten der Renaissance und des Barock aufweist. In der Erdgeschosshalle sind auf einer toskanischen Säule ruhende Kreuzgratgewölbe der Renaissance zu sehen.
Der Schlussstein des Portals trägt das Wappen der Familie Schön, in deren Händen dieses Haus von 1675-1725 war.
Die Zentralhalle mit ihrer hölzernen, über mehrere Geschosse laufenden Wendeltreppe wird auf das Ende des 17. Jahrhunderts datiert.
Im 1.Obergeschoss hofseitig haben sich die Hauskapelle der Spätgotik mit ihrem Kreuzrippengewölbe und ein Wohnraum der Renaissance mit ionischen Wandsäulen und bemalter Holzbalkendecke erhalten. Hochinteressant ist auch die mehrgeschossige Schwarzküche in der Haushalle.

- Schlußstein – Säulen im 1. Obergeschoss
read: 7075 | today: 2
