Görlitz, Neißstraße 26
An der Fassade des Gebäudes Neißstraße 26 finden sich die Spuren verschiedener Baustile wieder.
Während die beiden Obergeschosse die Formen der Görlitzer Renaissance widerspiegeln, handelt es sich bei dem Portal um einen einfachen Vertreter des Barock. Der Schlußstein des Portals trägt die Inschrift „Homo proponit, deus disponit“, darunter das Schittlersche Wappen (Löwe und Kleeblatt mit gespaltenem Schild) aus dem Jahr 1738. Die Inschrift geht darauf zurück, dass der Advokat und Viertelshauptmann J. Jakob Schittler unvermutet seinem Neffen J. Florian Schittler das Amt des Viertelshauptmanns vererbte.
Im 1. Obergeschoß befindet sich ein Renaissancesaal mit Holzbalkendecke der Zeit.
Am 9. November 1820 wurde im Hinterhof dieses gebäudes ein privates Theater eröffnet, welches 27 Jahre später wegen baupolizeilichen Mängeln aber wieder geschlossen wurde.

- Renaissancesaal

- Schlußstein des Portals
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